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Erlebnisberichte

17. Rennsteig-Staffellauf: Blankenstein bis Hörschel (20.06.2015)

Es ist geschafft. Wir haben erneut den Rennsteig mit unserem MEDLETIK Laufteam bezwungen und einen super 44 von 143...
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43. GutsMuths-Rennsteiglauf (09.05.2015)

Über 15.000 Läufer und Wanderer machten sich beim 43. Rennsteiglauf auf den Weg. Kurz nach 8 Uhr, passierte der...
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CrossTraining Thüringen beim 37. Lange-Bahn-Lauf Suhl (18.04.2015)

Auch in diesem Jahr nahmen wir am bekannten Vorbereitungslauf für den Rennsteiglauf teil. In diesem Jahr bildeten...
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Weiterbildung Qualitätszirkel Trainer LSB Sachsen (Leipzig, 28.03.2015)

An diesem Wochenende stand der 3. und letzte Qualitätszirkel für Trainer des LSB Sachsen auf dem Programm. Nachdem...
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Rollstuhlbasketball 

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Aletsch Halbmarathon - Europas schönster Halbmarathon mit dem MEDLETIK Laufteam (Bettmeralp, 28.6.2015)
Für alle die leider nicht dabei sein konnten, bzw. überlegen diesen Lauf einmal zu besuchen, hat unser Laufteamorganisator Sven, einen kleinen Bericht von der Jubiläumsausgabe, des 30. Aletsch Halbmarathons geschrieben. Aletsch Halbmarathon? Diesen Lauf bekommt man mittlerweile in jeder Fachzeitschrift, die sich mit Berglaufen beschäftigt zu lesen.Es wird immer wieder geschrieben, dass dieser Event zu den schönsten der Welt gehört.

Die einmalige Stimmung, soll laut Fachzeitschriften, dass Herz jeden Läufers höher schlagen lässen. Mal sehen ob das bei Sven auch der Fall war :-)

Mit rund 2‘500 teilnehmenden Läuferinnen und Läufern erfreute sich auch die Jubiläumsaustragung des 30. Aletsch Halbmarathons großer Beliebtheit. Das tolle Sommerwetter lockte Tausende von Zuschauern an die Rennstrecke, des mit voll gespickten einmaligen Aussichten, traditionsreichen Halbmarathon in der Aletsch Arena.

Darunter war in diesem Jahr auch unser Sven, der nun für uns, aus Sicht eines Teilnehmers, von dem Event berichtet.

Bevor wir zum eigentlichen Lauf kommen, möchte ich kurz ein paar Bemerkungen zum „Drum herum“ geben. Die Anreise zu diesem Event, gestaltet sich recht einfach und auch sehr kurzweilig. Die Unterkünfte sollten frühzeitig gebucht bzw. nach den finanziellen Möglichkeiten gewählt werden. Wir haben uns für den Zeltplatz entschieden, da wir nachdem Aletsch Halbmarathon, auch den Zermatt Marathon, eine Woche später besuchen wollten. Für die Geldbörse ist dies sicherlich die bessere Entscheidung, für die eigentliche Vorstartatmosphäre ehrlicherweise aber nicht. Da der Lauf in dem sehr schönen Örtchen Bettmeralp gestartet wird und dieser Ort nur per Gondel erreichbar ist, bekommt die Mehrheit der Läufer eigentlich nichts vom Event davor mit. Es sei denn, man kauft sich ein Gondelticket für den Tag davor, um seine Startnummer abzuholen oder schläft direkt im nicht so billigen Dorf.

Wer dies nicht tut, kauft sich am besten am Vortag bereits das Ticket für Samstag und versucht am Samstag möglichst früh bei der Gondel zu sein. Denn bereits vor dem Lauf beginnt die Gondelfahrt mit den vielen anderen Läufern, die sich zum Start begeben wollen. Einmal oben angekommen, erhält man recht unproblematisch seine Unterlagen und kann sich Startbereit machen. Die Aufteilung in Startblöcke erweist sich als äußerst praktisch, da der Hauptteil der Strecke, an die Jenaer Kernberge erinnert und somit nur Platz für einen Läufer bietet! Was aber auch wieder schön ist!

Nach Abgabe der Wechselsachen im 500m entfernten Sporthallenbereich, versuchten dann gefühlte 50 Männer auf eine Toilette in der Sporthalle zu gelangen. Ein ungewohntes Gefühl und sonst nur von Frauen bekannt. Anschließend ging es dann wieder zurück zum Start, der wie bereits erwartet aufgrund des großen Läuferansturms und der zwei vorhandenen Gondeln, um 15min verschoben wurde. Am Ende ergab es eine Startzeit von 10 Uhr und die 2500 Läufer wurden in 5min Abständen auf die Strecke entlassen.

Der Lauf

selber, hält das was man versprochen bekommt. Wunderschöne Streckenabschnitte und unglaubliche Aussichten. Die man leider nicht wirklich genießen kann, da die Strecke kaum einmal auf normalen Wegen angelegt ist und man 80% des Laufes auf den Untergrund schaut. Das macht den Lauf allerdings meiner Meinung nach auch so anspruchsvoll und schön. Die Steigungen selber sind bis Kilometer 18, für einen geübten Bergläufer kein Problem. Man sollte nur Aufpassen nicht vom Zug der anderen Läufer getrieben zu werden, da sich das Teilnehmerfeld an einer langen Perlenkette gezogen, die Berge hocharbeitet.

Zur Strecke:

Vom Start auf 1950m ü.M geht es den ersten Kilometer über Asphalt durch das Dorf Bettmeralp, bis der erste Anstieg in Richtung Bettmersee auf Flurstrassse beginnt.Hoch über dem Bettmersee führt die Strecke dann zur Riederalp und hinauf zur Riederfurka. Rund um das Riederhorn bietet sich dann ein fantastischer Blick über das Rhonetal bis zu den Viertausendern der Walliser Alpen. Schön an diesem Streckenabschnitt ist, dass es auch einmal gerade bzw. sogar bergab geht und die Beine eine kleine Pause bekommen.Zurück bei der Riederfurka führt der Weg über den Grat entlang des Aletschgletschers, dem längsten und mächtigsten Gletscher der Alpen. Bis hier sollte man noch ein paar Körner übrig haben, denn es beginnt ein knackiger Aufstieg auf den letzten zwei Kilometern.Über den Grat des Bettmerhorns führt der steile Schlussanstieg zum Ziel auf 2650 m. ü.M. und der so bekannte Rettungsschritt wird bei 90% der Läufer angewandt. Hierbei liegt der Oberkörper auf den Oberschenkeln und die Zunge küsst den Boden.   Zu der körperlichen Ermüdung und den ersten Muskeln die dicht machen, kommen viele Hundert Menschen, die alle Läufer den Berg hinauf schreien. Dank des Namens auf der Startnummer werden sogar persönliche Worte an Dich gerichtet. Die gefühlte Mehrheit an Franzosen, machen die Anfeuerungsvarianten zudem recht Vielseitig.Getrieben von den Zuschauern erreicht man dann schließlich das Ziel am Bettmerhorn. Hier erhält jeder Läufer sein persönliches Finisher-T-Shirt sowie eine sehr gute Verpflegung. Die Versorgung beim eigentlichen Rennen, war mit verschiedensten Getränken, sowie Bananen, Riegeln und Gels super und absolut ausreichend. Die hohen Temperaturen und waren so kein Problem.
 

Zur Ergänzung:

Aufgrund der Höhenluft versuchte ich, den Flüssigkeitsverlust bereits ab der ersten Verpflegungsstelle auszugleichen. Obwohl ich sonst gar nicht viel benötige bei einem Halbmarathon, entschied ich mich sogar bereits frühzeitig im Rennen feste Nahrung zu mir nehmen. Dies war Rückblickend die richtige Variante, da eine Vielzahl von Sportlern im letzten Drittel der Strecke mit Krämpfen am Streckenrand Standen und Zuschauer nach Wasser fragten.

Nachdem obligatorischen Foto vom Aletsch Gletscher und einer kurzen Sonnenpause mit den anderen Teilnehmern folgte der Gondelkampf zurück zur Bettmeralp. Diese Fahrt war zwar für den Läufer im Startgeld enthalten, jedoch benötigt man hier schon wieder eine gewisse Gelassenheit, um sich auf die 30min Schlange stehen vorzubereiten.Dies gelingt aber aufgrund der noch andauernden Euphorie eigentlich sehr gut und so kann man mit allen Teilnehmern die sehr schöne Siegerehrung an der Sportanlage Bettmeralp genießen. Ausgezeichnet wurden die besten drei jeder Altersklasse sowie die Kinderläufe. Für die Kinderläufe, würde ich eine bessere Alterseinteilung wählen, da von 5 -12 Jahre alle zusammen liefen und sogar gemeinsam gewertet wurden. Das die Sieger dann allesamt 11-12 Jahre sind, war dann nicht sehr überraschend.

Bereits nach der Hälfte der Siegerehrung haben wir uns dann bereits auf den Weg zur Gondel gemacht, da wir schon ahnten was jetzt kommen wird. Alle Läufer müssen ja auch wieder runter vom Berg und so standen wir erneut 45-60min an der Gondelstation in der Schlange und zwängten uns schließlich in die total überfüllte Gondel. Diese Fahrt war dann, übrigens nicht mehr im Starterpaket enthalten und musste gekauft werden. Beim Parkplatz angekommen, überlegten wir kurz ob jetzt der Parkplatz als einzige Parkmöglichkeit für die Läufer, kostenlos sein würde und sahen prompt die lange Schlange am Parkautomaten. Die Tagesgebühr lag zwar nur bei 3,50 Franken, jedoch ging es uns mehr um das erneute Anstehen. Dies war nach 20min aber auch geschafft und so ging es etwas Müde von der eigentlichen Rückreise auf den Weg zum Campingplatz.

Als Fazit zur Veranstaltung kann ich nur sagen:

  •       Super Lauf, wunderschöne aber nicht extrem schwere Strecke, mit guter Organisation
  •       Verpflegung ist ok und absolut ausreichend
  •       Die Orientierung vor und nachdem Lauf, fällt manchmal etwas schwer, da kaum Hinweisschilder und Aushänge vorhanden sind und alle Läufer sich irgendwie nur durchfragen
  •       Leichtes Chaos bei der Rückreise, da die Teilnehmerzahl mit 2500 Leuten für diesen Bereich eher schadet. Das Personal war sehr nett aber die Gondelmöglichkeiten sind einfach nicht vorhanden!
  •       Beim Lauf selber merkt man die Teilnehmerzahl kaumAtmosphäre vor und nachdem Lauf, ist außer wahrscheinlich auf dem Berg, absolut nicht vorhanden!!!!
  •       Für mich ist dies, bei einem Erlebnislauf immer das schönste, weshalb es bei diesem Event etwas enttäuschend war.
  •       Als sportlicher Läufer würde ich die Strecke gerne noch einmal laufen, als Erlebnisläufer würde ich diese Veranstaltung nicht unbedingt noch einmal besuchen!

Diesen Bericht habe ich allerdings auch geschrieben, nachdem ich den Halbmarathon in Zermatt absolviert habe, weshalb meine Sichtweise etwas vergleichend ist. Denn dieser Lauf war von vorne bis hinten einfach super!